Zur Geschichte des Propädeutikums der ZHdK

Das gestalterische Propädeutikum der Zürcher Hochschule der Künste hat eine lange Vorgeschichte.
Im Jahr 1879 wurden in Zürich an der damaligen «Kunstgewerblichen Fachschule» erstmals gestalterische Vorbereitungskurse eingeführt. Auch wenn sich die Gestaltungs- und Kunstausbildung immer wieder geändert und der Zeit angepasst hat, blieben diese jährigen Kurse über 130 Jahre bestehen und hatten im Zürcher Volksmund immer schlicht und einfach den Namen «Vorkurs».
«Der Vorkurs» war nicht nur ein bekannter Begriff sondern über all die Jahre auch ein begehrtes Ausbildungsjahr.
Seit 2003 gibt es den Vorkurs nicht mehr. Im Prozess der Umstrukturierungen zur Zürcher Hochschule der Künste, wurde er gesetzlich nicht verankert, so dass der Regierungsrat im Rahmen einer grösseren Sparrunde seine Abschaffung beschliessen konnte.
Die weite Entrüstung und die Unterstützung vieler Ehemaliger führten über verschiedene Wege schliesslich zur teilweisen Revision des Entscheids. Unter veränderten finanziellen Auflagen und dem Namen «Gestalterisches Propädeutikum», ist seither die gestalterische Basisausbildung in der ZHdK integriert. Der neue Name, ursprünglich aus der Welt der Hochschulen, ist Ausdruck dieser Integration.
Das «Gestalterische Propäeutikum» bereitet auf ein Studium im Feld von Kunst und Design vor und befähigt seine AbsolventInnen, ihre Studienwahl gezielt zu treffen.

Weiteres zur Geschichte und Gegenwart des Propädeutikums kann man nachlesen in der Publikation «Gestaltung der Grundlagen», Verlag Niggli, 2013, erhältlich über das Sekretariat oder in Buchhandlungen.